CCC-Netzwerk: Netzwerk der von der Deutschen Krebshilfe geförderten Onkologischen Spitzenzentren.Externer Link: Deutsche Krebshilfe e.V.

Universitätstumorzentrum UTZ Düsseldorf

Direktoren:

Prof. Dr. Rainer Haas
Prof. Dr. Wilfried Budach

Das Universitätstumorzentrum wurde gegründet, um die interdisziplinäre Versorgung von Krebspatienten am Universitätsklinikum Düsseldorf (UKD) im Sinne eines ”Comprehensive Cancer Center“ zu entwickeln. Als wichtiger erster Schritt auf dem Weg zum CCC wurde Ende 2004 das interdisziplinäre ambulante Chemotherapiezentrum (IAC) eröffnet, in dem die Patienten des UKD betreut werden, die eine ambulante Zytostatikabehandlung erhalten. Die weitere Entwicklung des UTZ ist durch den Aufbau eines ausgefeilten Systems von Tumorkonferenzen, die Zertifizierung von Organkrebszentren, die Etablierung der Universitätstumorambulanz (UTA) als zentraler Anlaufstelle, die Eröffnung einer interdisziplinären Palliativstation, die Schaffung einer gemeinsamen Biomaterialbank und den Beginn einer einheitlichen Tumordokumentation auf der Basis des Giessener Tumordokumentationssystems (GTDS) gekennzeichnet. Außerdem wurde zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses die Düsseldorf School of Oncology gegründet. Diese erfreuliche Entwicklung führte schließlich 2013 zur Förderung als „Onkologisches Spitzenzentrum“ durch die Deutsche Krebshilfe.

Interdisziplinäre Krankenversorgung
Alle Kliniken und Institute des UKD, die an der Krebsbehandlung beteiligt sind, arbeiten im UTZ eng zusammen. Eine besondere Form der Zusammenarbeit besteht innerhalb der 5 zertifizierten Organkrebszentren (Brustkrebszentrum, Gynäkologisches Krebszentrum, Darmkrebszentrum, Prostatakrebszentrum, Hautkrebszentrum). Für Patienten, die nicht direkt an ein Organkrebszentrum überwiesen werden, steht als zentrale Anlaufstelle die Universitätstumorambulanz (UTA) zur Verfügung, wo auch die Einholung einer Zweitmeinung möglich ist.

Die Kooperation einzelner Kliniken bei der Betreuung von Krebspatienten wird darüber hinaus durch 12 interdisziplinäre Tumorkonferenzen garantiert, die regelmäßig wöchentlich stattfinden, um für jeden Patienten ein individuell abgestimmtes Therapiekonzept zu erstellen und die Möglichkeit zu prüfen, ob neue Behandlungsformen im Rahmen klinischer Studien verfügbar sind. Zur Unterstützung der Planung und Durchführung klinischer Studien steht das Koordinierungszentrum für Klinische Studien (KKS) bereit. Die Förderung durch die Deutsche Krebshilfe hat dazu beigetragen, die Studienaktivitäten am UTZ durch zusätzliche Study Nurses zu beflügeln.

Eine wichtige Komponente der ganzheitlichen Betreuung ist die psychoonkologische Unterstützung, die durch enge Zusammenarbeit mit dem Klinischen Institut für psychosomatische Medizin und Psychotherapie gewährleistet ist. Als große Hilfe erweist sich regelmäßig das Interdisziplinäre Zentrum für Palliativmedizin (IZP) mit seinem sehr aktiven Konsiliardienst und einer hervorragenden Palliativstation.

Onkologische Forschung
Das UTZ fördert die Verzahnung der klinischen Onkologie mit der translationalen Krebsforschung an der Medizinischen Fakultät und der gesamten Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Das Ziel, Forschungsergebnisse für die Behandlung von Patienten nutzbar zumachen, wird am UTZ auch innerhalb nationaler und internationaler Forschungsverbünde verfolgt, nämlich im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK), Schwerpunktprogramm Tumorgewebebanken der Deutschen Krebshilfe, MDS-Verbundforschungsprojekt der Deutschen Krebshilfe, ICGC-Konsortium PedBrain Tumor, ICGC-Konsortium MMML-Seq, Deutsches Gliomnetzwerk und NGFN-plus Brain Tumor Network.

Wichtige Voraussetzungen für die onkologische Forschung bietet das Biologisch-Medizinische Forschungszentrum (BMFZ) der Heinrich-Heine-Universität sowie die Tumorgewebebank des UTZ. Um die molekularen Erkenntnisse, die an eingefrorenen Tumorproben gewonnen werden, richtig interpretieren zu können, sind verlässliche Daten zum Krankheitsverlauf des jeweiligen Patienten erforderlich. Deshalb wird im UTZ ein klinisches Krebsregister auf der Basis des GTDS-Systems zur genauen Tumordokumentation gepflegt. Das UTZ arbeitet bereits daran, die Verknüpfung seines Tumordokumentationssystems mit dem geplanten Klinischen Krebsregister NRW vorzubereiten.

Ausbildung
Da die weitere Verbesserung der Krebstherapie von gut ausgebildeten klinischen und forschenden Mitarbeitern abhängt, wurde die Düsseldorf School of Oncology (DSO) gegründet, die ein spezielles Ausbildungs- und Stipendienprogramm für medizinische und naturwissenschaftliche Doktoranden in der onkologischen Forschung aufgelegt hat. Ziel ist es, die Qualität der Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses in der Krebsforschung nachhaltig zu verbessern.
Das UTZ kann nicht nur auf motivierte Ärzte und Wissenschaftler, sondern auch auf gut ausgebildete onkologische Pflegefachkräfte zurückgreifen, da am UKD eine berufsbegleitende zweijährige Weiterbildung Pflege in der Onkologie angeboten wird.

Mit der regelmäßig monatlich stattfindenden onkologischen „State-of-the-Art Lecture“ (zusätzlich zu den vielfältigen Fortbildungsangeboten der Organkrebszentren und Kliniken) unterstützt das Universitätstumorzentrum nicht nur die onkologische Fortbildung, sondern auch den kollegialen Erfahrungsaustausch mit niedergelassenen Kollegen und Klinikärzten in der Region.
Die gute Zusammenarbeit mit den Selbsthilfegruppen kommt unter anderem dadurch zum Ausdruck, dass jährlich ein Patienten-Info-Tag zum Thema Krebsbehandlung gemeinsam organisiert wird.

Kontakt

Universitätsklinikum Düsseldorf
Universitätstumorzentrums UTZ Düsseldorf
MNR-Klinik (10. Etage)
Moorenstr. 05
40225 Düsseldorf

Telefon: +49 211/81-08200
Fax: +49 211/81-19640
E-Mail: UTA@med.uni-duesseldorf.de
Internet: http://www.uniklinik-duesseldorf.de/UTZ