CCC-Netzwerk: Netzwerk der von der Deutschen Krebshilfe geförderten Onkologischen Spitzenzentren.Externer Link: Deutsche Krebshilfe e.V.

Nationales Centrum für Tumorerkrankungen Heidelberg

Geschäftsführende Direktoren:

Prof. Dr. Dirk Jäger und Prof. Dr. Christof von Kalle

Das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg
NCT Heidelberg

„Fachübergreifend forschen, therapieren und vorbeugen zum Wohl des Patienten“ – mit diesem Ziel hat das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT)  Heidelberg seit seiner Gründung im Jahr 2004 eine Vorreiterrolle übernommen: Unterstützt von der Deutschen Krebshilfe richteten das Deutsche Krebsforschungs- zentrum (DKFZ) und das Universitätsklinikum Heidelberg ein Comprehensive Cancer Center ein um Exzellenz in der translationalen Krebsforschung mit interdisziplinärer Patientenversorgung zu verbinden.

Als forschungsgetriebenes, international kompetitives Comprehensive Cancer Center bietet das NCT Heidelberg eine optimale Plattform um neue Erkenntnisse aus der Forschung in innovative Verfahren der Diagnostik, Therapie und Prävention von Krebs umzusetzen und schnellstmöglich in klinische Studien zu überführen. Durch diese umfassende Interdisziplinarität entstehen herausragende Möglichkeiten zur Optimierung der onkologischen Medizin und der angewandten Krebsforschung.

Struktur

Unter einem gemeinsamen Dach werden im NCT Heidelberg individuell zugeschnittene Behandlungen nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft, der anwendungsnahen Krebsforschung sowie Programme zur Früherkennung, Prävention und Beratung der Patienten zusammengeführt. Die Deutsche Krebshilfe war Bauherr des freundlichen, lichtdurchfluteten NCT Gebäudes, das inmitten des medizinisch-naturwissenschaftlichen Campus, dem „Neuenheimer Feld“ liegt. Ambulanzräume, Tagesklinikbereiche, Laborplätze und Büros gruppieren sich um ein zentrales Atrium, das alle Funktionseinheiten des NCT Heidelberg auf ideale Weise räumlich miteinander verbindet.

Die Verzahnung der translationalen Krebsforschung und interdisziplinären Patientenversorgung wird durch die enge Zusammenarbeit der folgenden Kernbereiche des NCT Heidelberg unterstützt:

•    Translationale Onkologie – Prof. Dr. Christof von Kalle
•    Medizinische Onkologie – Prof. Dr. Dirk Jäger
•    Präventive Onkologie – Prof. Dr. Hermann Brenner (komm.)

Als zentrumsweite Strategie hat das NCT Heidelberg ein Präzisionsonkologie-Programm (NCT POP) implementiert. NCT POP bündelt alle translationalen Aktivitäten hin zu einer individualisierten Krebsmedizin, einschließlich Patienten-orientierter Strategien in Genomik, Proteomik, Immunologie, Radioonkologie, Prävention und früher Klinischer Entwicklung. Am DKFZ wurde das “Heidelberg Center for Personalized Oncology” (DKFZ-HIPO) etabliert, die Deutschlands größte Genomsequenzierungs-Einrichtung beheimatet. Das zentrumsweite NCT MASTER-Programm (Molecularly Aided Stratification for Tumor Eradication) organisiert den Ablauf zur klinischen Implementierung von High-Throughput Diagnostik. Um die Patienten-bezogenen Daten bestmöglich nutzen zu können, sollen in einem zentralen NCT DataThereHouse alle Datensätze gespeichert werden. Dadurch sollen die Daten zukünftig leichter abrufbar sein und die Zusammenführung und Evaluation von molekularen und klinischen Daten zur klinischen Entscheidungsfindung und für die Translationale Forschung ermöglichen.

Die NCT Klinischen Krebsprogramme sind die Basis der interdisziplinären Patientenversorgung. Sie sind entitätsorientiert aufgebaut und verbinden exzellente Patientenversorgung mit innovativer Forschung des Universitätsklinikums Heidelberg, des DKFZ und nationalen wie internationalen Netzwerken. In Translationalen Krebsforschungsprogrammen des NCT werden interdisziplinär und über akademische Grenzen hinweg maßgeschneiderte präzise Diagnostik- und Behandlungsverfahren für jeden einzelnen Patienten entwickelt.

Die interdisziplinären Querschnittsbereiche einer onkologischen Studienzentrale, einer umfassenden Gewebe- und Biobank, dem Krebsregister und der Arbeitsgruppe „Ethik und Patienten-orientierte Versorgung“ (NCT-EPOC) schaffen darüber hinaus die infrastrukturellen Voraussetzungen für erfolgreiche Forschungstranslation. Umfangreiche Beratungs- und Informationsangebote sowie interne Aus- und Weiterbildungsprogramme sind weitere Schwerpunkte des NCT.

Patientenversorgung

Das NCT ist das zentrale Portal für alle onkologischen Patienten der Universitätskliniken Heidelberg. Primäre und zentrale Anlaufstelle für onkologische Patienten ist dabei die interdisziplinäre Tumorambulanz mit Sprechstunden für alle Tumorentitäten. Durch die enge Zusammenarbeit aller beteiligten Fachbereiche und organspezifischen Kliniken des Universitätsklinikums Heidelberg werden alle Patienten optimal betreut. Alle Behandlungen erfolgen nach patientenindividueller interdisziplinärer Entscheidung der NCT Tumorboards sowie gemäß den verbindlichen Standards (NCT Standard Operating Procedures). Wann immer sinnvoll, wird dem Patienten die Teilnahme an einer klinischen Studie empfohlen.

Fort- und Weiterbildung

Ein wichtiges Anliegen am NCT Heidelbergs ist es, die Standards für optimale Behandlungskonzepte und Studien regional und überregional zu etablieren. Dazu wurden bisher Kooperationsvereinbarungen mit 25 hämatologisch-onkologischen Praxen unterzeichnet, die eine systematische Zusammenarbeit nach NCT-Standards ermöglicht. Die NCT Heidelberg School of Oncology bietet ein maßgeschneidertes Fellowship-Programm für Wissenschaftler und Ärzte im Bereich translationale Krebsforschung und Medizin an. Die Curricula umfassen dabei wesentliche Aspekte klinischer und translationaler Forschung sowie interdisziplinärer Patientenversorgung. Intensives Training in wissenschaftlichen, klinischen und weiterbildenden Modulen sowie eine jährlich stattfindende Summer School ergänzen diese Curricula.

Partnerstandort

Seit 2015 wird in Dresden neben Heidelberg ein zweiter Standort des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) aufgebaut. Träger des NCT Partnerstandorts Dresden sind das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) Heidelberg, das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden, die Medizinischen Fakultät der TU Dresden und das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR). In Dresden wie in Heidelberg verfolgen Ärzte und Wissenschaftler das Ziel, jedem Patienten eine individualisierte, auf den Erkrankten zugeschnittene Krebstherapie anzubieten. Beide Standorte arbeiten eng zusammen und ergänzen sich in ihren Expertisen.

Kontakt

Nationales Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 460
69120 Heidelberg

Tel.: 0622 / 1 56 6990
Fax: 06221 / 56 6967
E-Mail: sekretariat.kalle@nct-heidelberg.de
Internet: www.nct-heidelberg.de

Hotline für Patienten
Tel.: 6221 / 56 5924
E-Mail: nct.patientenzentrum@med.uni-heidelberg.de