CCC-Netzwerk: Netzwerk der von der Deutschen Krebshilfe geförderten Onkologischen Spitzenzentren.Externer Link: Deutsche Krebshilfe e.V.

Westdeutsches Tumorzentrum, Essen

Direktor:

Prof. Dr. Dirk Schadendorf

Das Westdeutsche Tumorzentrum (WTZ), das älteste Comprehensive Cancer Center in Deutschland, ist eine Einrichtung des Universitätsklinikums Essen. Es bündelt die Kompetenz und Erfahrung von Ärzten und Wissenschaftlern aus mehr als 20 Kliniken und 16 Instituten zur Früherkennung, Diagnostik und Behandlung von Krebserkrankungen. Gemäß dem Leitbild "Spitzenmedizin und Menschlichkeit" ist das Ziel des WTZ die bestmögliche Tumorbehandlung für jeden Patienten. Grundlagen hierfür sind eine fachübergreifende Kooperation, die enge Verzahnung von stationärer und ambulanter Behandlung in tumorzentrierten Forschungs- und Behandlungsprogrammen und ein hochwertiges Qualitätsmanagement.

Behandlungsschwerpunkte

Die Geschichte des WTZ reicht zurück bis in die 60er Jahre, in denen in der "Essener Tumorklinik" bereits eine interdisziplinäre Versorgung durch Internisten und Strahlentherapeuten erfolgte. Der nächste Schritt in Richtung eines Comprehensive Cancer Centers war die Einrichtung einer Abteilung für Zellbiologie (Krebsforschung) unter der Leitung von M. F. Rajewsky im Jahr 1975. Ebenfalls im Jahr 1975 wurde von U. Schäfer ein Knochenmarkstransplantationsprogramm eingerichtet, welches sich rasch zu einem führenden Programm in Europa und zu einem der größten weltweit entwickelte. Im Jahr 1977 wurde das WTZ formal gegründet, die Onkologie ist neben Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Transplantationen einer der drei wichtigen Schwerpunkte am Universitätsklinikum Essen. Seit 2006 hat das WTZ den formalen Status des Comprehensive Cancer Centers der Universitätsklinik Essen.

Heute gibt es am WTZ 14 Behandlungsschwerpunkte:

  • Tumorerkrankungen des Magen-Darm-Trakts (Westdeutsches Magen-Darm-Zentrum)
  • Tumorerkrankungen der Lunge und der Thoraxorgane (Lungenkrebszentrum am WTZ: Ruhrlandklinik, Universitätsklinikum Essen)
  • Leukämien, Lymphome und Myelome
  • Gynäkologische Tumoren (Universitäts-Brustzentrum Essen und Genitalkrebszentrum)
  • Neuroonkologie
  • Urologische Tumoren
  • Pädiatrische Hämatologie/Onkologie
  • Hauttumoren
  • Endokrinologische Tumoren
  • Kopf-Hals-Tumoren
  • Augentumoren
  • Knochen- und Weichteiltumoren
  • Knochenmarktransplantation
  • Lebertumoren

Zahlen und Fakten

Das WTZ steht für Früherkennung, präzise Diagnoseverfahren, individuell an die Situation der Patienten angepasste Behandlungsverfahren, die Teilnahme an klinischen Studien und eine klare Orientierung an den Bedürfnissen der Patienten. Unser Ziel sind eine multidisziplinäre Behandlung und die enge Vernetzung zwischen Patientenversorgung und Krebsforschung, damit neue wissenschaftliche Erkenntnisse und Medikamente rasch in die Behandlungskonzepte einfließen können.

Für die Behandlung unserer Patienten steht neben dem 2012 eröffneten WTZ-Bettenhaus mit Patientenstationen und einer Palliativstation die 2008 neu errichtete interdisziplinäre WTZ-Ambulanz mit 73 Behandlungsplätzen zur Verfügung. In der WTZ-Ambulanz erfolgen pro Jahr über 70.000 Patientenkonsultationen, über 20.000 Chemotherapien, 5.000 Bluttransfusionen und 7.500 supportive Behandlungen. Die Wege zwischen den beteiligten Spezialisten sind kurz, Ärzte und Pflegende arbeiten "Hand in Hand". Jedes Jahr werden über 20.000 onkologische Patienten stationär behandelt, darunter über 8.000 Patienten mit neu diagnostizierten Tumorerkrankungen. Damit zählt das WTZ zu den größten Tumorzentren in Europa. Zu zahlreichen Krankenhäusern und niedergelassenen Ärzten in der Region und überregional bestehen enge Kooperationsverbindungen.

Therapieverfahren

Das therapeutische Angebot schließt neben allen Verfahren der onkologischen Chirurgie, der modernen Chemotherapie und Bestrahlung, sowie der multimodalen Tumortherapie, auch die Hochdosis-Chemotherapie und Blutstammzell-Transplantation ein. Viel versprechende neue Möglichkeiten werden die innovative Präzisionsstrahlentherapie im Westdeutschen Protonentherapiezentrum (WPE) und der Einsatz neuartiger gezielter Tumortherapeutika bieten.

Die individuelle, an den Bedürfnissen unserer Patienten orientierte Diagnostik und Therapie umfasst die begleitende psychoonkologische Unterstützung ebenso wie palliativmedizinische Versorgung, menschlichen Beistand und ein umfassendes Informations-, Beratungs- und Nachsorgeprogramm.

Das WTZ ist einziger Standort in NRW im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK). Internet: www.dkfz.de/de/dktk

 

Kontakt

Universitätsklinikum Essen
Westdeutsches Tumorzentrum
Hufelandstraße 55
45147 Essen

Telefon: +49 201 723 16 14
Fax: +49 201 723 50 70
E-Mail: wtz@uk-essen.de
Internet: www.wtz-essen.de