CCC-Netzwerk: Netzwerk der von der Deutschen Krebshilfe geförderten Onkologischen Spitzenzentren.Externer Link: Deutsche Krebshilfe e.V.

Universitäts KrebsCentrum Dresden

Direktoren:

Prof. Dr. Gerhard Ehninger (geschäftsführend)
Prof. Dr. Michael Baumann

Das Universitäts KrebsCentrum Dresden (UCC) wurde 2003 als eines der ersten Comprehensive Cancer Center in Deutschland zusammen vom Universitätsklinikum (UKD) und der Medizinischen Fakultät (MF) Carl Gustav Carus der Technischen Universität Dresden gegründet. In der ersten Ausschreibungsrunde der Deutschen Krebshilfe e.V. (DKH) wurde das UCC nach internationaler Begutachtung 2007 als „Onkologisches Spitzenzentrum“ in die Förderung aufgenommen. Das UCC sichert eine umfassende fachübergreifende Krankenversorgung, eng verzahnt mit Krebsforschung und Lehre. Weitere Informationen finden sich unter www.krebscentrum.de.

Interdisziplinäre Ambulanz und Tumorboards

Die interdisziplinäre Ambulanz dient als zentrale Anlaufstelle für Patienten und koordiniert die Diagnostik und Behandlung. Dort sind ganztägig Chirurgen, Medizinische Onkologen, Strahlentherapeuten und Psychoonkologen vor Ort. Daneben finden Spezialsprechstunden für Haut- und Knochentumoren sowie weitere onkologische Sprechstunden in den beteiligten Kliniken sowie in den unter dem Dach des UCC organisierten Organzentren (Brust- und gynäkologisches Krebszentrum, Prostata- und Hauttumorzentrum) statt. In den interdisziplinären Tumorboards des UCC werden von Experten der jeweiligen Fachgebiete gemeinsam Behandlungsempfehlungen für Patienten erarbeitet. Grundlage hierfür sind „Standard Operating Procedures“ (SOPs), die neben den aktuellen Leitlinien auch klinische Studien berücksichtigen. Häufig werden Anfragen um Zweitmeinungen von Patienten oder auswärtigen Ärzten diskutiert. Hierzu nehmen auch regelmäßig niedergelassene Ärzte an den Tumorboards teil. Für die Weiterentwicklung der regionalen Zusammenarbeit bietet das UCC u.a. Tele-Tumorboards sowie regionalen Partnern die Teilnahme an Tumorboards an.

Forschung und Lehre

Die Onkologie ist mit mehr als 50 im UCC organisierten Arbeitsgruppen eines der Hauptforschungsprofile der Universitätsmedizin in Dresden. Enge Kooperationen bestehen mit dem Max-Planck-Institut für Zellbiologie und Genetik sowie dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf. Forschungsschwerpunkte bilden zelluläre Therapien, Strahlenforschung in der Onkologie und Molekulare Diagnostik und Therapie. Dem UCC steht ein multidisziplinäres Forschungsgebäude zur Verfügung, in dem wissenschaftliche Gruppen und die von der Deutschen Krebshilfe geförderten „Core facilities“ arbeiten. Für alle Medizinstudenten organisiert das UCC einen 100-stündigen problemorientierten Onkologiekurs (DIPOL®), der mit der Harvard Medical International Associated Institution entwickelt wurde. Zusätzlich ist das UCC bei der Ausbildung von Medizinischen Physikexperten, Doktoranden und Fachkrankenpflegekräften in der Onkologie engagiert.

Öffentlichkeitsarbeit, Krebsinformation und Prävention

Ziel des UCC-Präventionszentrums ist es, über Krebsprävention und Krebsfrüherkennung zu informieren und damit einen Beitrag zu einer langfristig gesünderen Bevölkerung zu leisten. Die Veranstaltungen des UCC-Präventionszentrums richten sich an verschiedene Zielgruppen. Für Kinder wird das Theaterstück „Clown Zitzewitz und der Sonnenschutz" sowie ein Ernährungs-Workshop angeboten. Jugendliche und junge Erwachsene erfahren in spannenden Projekttagen zu den Themen Ernährung und Bewegung, Nichtrauchen sowie Sonnenschutz viel darüber, wie man sich besser vor Krebs schützen kann. Bisher haben mit Unterstützung der Deutschen Krebshilfe bereits mehr als 1.500 Schüler sachsenweit erfolgreich an dem  Programm „Mit Köpfchen gegen Krebs" teilgenommen. Für alle Interessierten finden feste Vortragsveranstaltungen zu Themen der Vorsorge und Früherkennung statt.

Im Jahr 2010 hat in Dresden die bundesweit erste Partnerstelle des Krebsinformationsdienstes (KID) des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) die Arbeit aufgenommen und informiert krebskranke Patienten, ihre Angehörigen und behandelnde Ärzte mit Schwerpunkt in den neuen Bundesländern.

Die Erfahrungen in Dresden seit 2003 zeigen, dass die zusätzlichen Anstrengungen bei der Etablierung eines Comprehensive Cancer Centers sich in einer deutlichen Stärkung der fachübergreifenden Versorgung krebskranker Patienten und der interdisziplinären Krebsforschung auszahlen.

Kontakt

Universitätsklinikum
Carl Gustav Carus der Technischen Universität Dresden
Universitäts KrebsCentrum Dresden
Haus 32
Fetscherstraße 74
01307 Dresden

Telefon: +49 351 458 4500
Fax: +49 351 458 63 40
E-Mail: anfrage@krebszentrum.de
Internet: www.krebscentrum.de