CCC-Netzwerk: Netzwerk der von der Deutschen Krebshilfe geförderten Onkologischen Spitzenzentren.Externer Link: Deutsche Krebshilfe e.V.

Task Force 'Biobanken' des CCC-Netzwerks: Eckpunkte für ein qualitätsgesichertes Forschungs-Biobanking formuliert

06.10.2016

Bislang gab es in Deutschland keine verbindlich definierten Parameter für ein qualitätsgesichertes Biobanking.

Um diese Situation zu verbessern und die bestehenden Bemühungen auf diesem Gebiet zu systematisieren, hatte das Netzwerk der von der Deutschen Krebshilfe (DKH) geförderten Onkologischen Spitzenzentren (Comprehensive Cancer Center (CCC)-Netzwerk) im Jahr 2015 eine interdisziplinäre Expertengruppe ('Task Force Biobanken'), bestehend aus führenden Onkologen und im Biobanking erfahrenen Pathologen damit beauftragt, Kriterien eines qualitativ hochwertigen Standortbiobankings mit besonderer Berücksichtigung der Situation der Comprehensive Cancer Centers zu erarbeiten.

Nach über einjähriger gemeinsamer Diskussion konnten umfassende Empfehlungen für die Parametrisierung des Biobankings erarbeitet werden, die zwischenzeitlich von den Lenkungsausschüssen des CCC-Netzwerks und des Deutschen Konsortiums für Translationale Krebsforschung nach Zustimmung aller Standorte angenommen wurden (Anforderungskatalog Pdf). Damit sind die Voraussetzungen geschaffen, diese Empfehlungen für die Evaluierung der Standort-Biobanken der CCCs und der DKTK-Zentren zu implementieren.

Die Empfehlungen haben mehrfache Bedeutung: zum einen sollen sie den Zentren des CCC-Netzwerks/DKTK als Richtschnur dienen, um letztlich nach Art einer Checkliste die verschiedenen Biobanking-Aktivitäten intern zu hinterfragen und ausrichten zu können. Eine wesentliche Bedeutung liegt darüber hinaus darin, den Begutachtungsprozess von Biobanken für Reviewer und Begutachtete strukturierter und transparenter als bislang zu machen; langfristig mag es gelingen, diesen Prozess auch zwischen den verschiedenen Forschungsförderern und Forschungsprogrammen vergleichbar und wechselseitig akzeptierbar zu machen. Schließlich sollen die Empfehlungen auch die Diskussion zwischen den forschungsfördernden Einrichtungen, national und nach Möglichkeit auch international fördern.