CCC-Netzwerk: Netzwerk der von der Deutschen Krebshilfe geförderten Onkologischen Spitzenzentren.Externer Link: Deutsche Krebshilfe

50 Millionen Euro für junge Krebsforscher

04.07.2018

Die Deutsche Krebshilfe richtet bundesweit fünf Nachwuchszentren ein.

Dresden, Frankfurt, Hamburg, Köln/Bonn und Würzburg – an diesen universitären Standorten werden künftig junge Wissenschaftler dazu beitragen, die Krebsforschung in Deutschland zukunftsfähig zu halten. Hier entstehen von der Deutschen Krebshilfe geförderte „Mildred-Scheel-Nachwuchszentren“ – dafür erhält jeder Standort fünf Jahre lang zwei Millionen Euro pro Jahr. Damit will die Organisation den Wissenschaftsstandort Deutschland erheblich stärken: „Wir haben hierzulande einen eklatanten Mangel an jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern“, so Professor Dr. Anja Katrin Boßerhoff, Vorsitzende des Fachausschusses „Medizinische/Wissenschaftliche Nachwuchsförderung“ der Deutschen Krebshilfe und Inhaberin des Lehrstuhls für Biochemie und Molekulare Medizin der Universität Erlangen-Nürnberg. „Die Hauptleidtragenden einer solchen Entwicklung werden die Patienten sein – denn eine Weiterentwicklung der onkologischen Versorgung ist unter diesen Bedingungen nur schwer möglich.“ Bestmögliche Arbeitsbedingungen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sollen talentierte Nachwuchswissenschaftler für eine Karriere in der Krebsforschung begeistern.

Förderprogramm „Mildred-Scheel-Nachwuchszentren“
Die Deutsche Krebshilfe hat das Förderprogramm zur Stärkung des wissenschaftlichen Nachwuchses auf dem Gebiet der Krebsforschung als Anschub- und modellhafte Strukturförderung von sogenannten Mildred-Scheel-Nachwuchszentren initiiert. Mit diesem Programm wird fünf Medizinischen Fakultäten der Aufbau nachhaltiger Strukturen ermöglicht. An den geförderten Einrichtungen werden zukünftig modellhaft konkrete Lösungswege aufgezeigt und umgesetzt, um die Arbeitsbedingungen und Karrierechancen für junge Wissenschaftler zu verbessern. Die Deutsche Krebshilfe erwartet, dass die Wissenschafts- und Gesundheitspolitik auf ihre Initiative reagiert und zeitnah flächendeckend Strukturverbesserungen ermöglicht.